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es ist nicht immer alles in dunkel und hell zu unterteilen aber meistens faehrt man mit dieser unterteilung immer noch besser als derjenige der sich nicht einmal die illusion einer ordnung in seinem leben erhalten kann. es scheint ein heller moment zu sein in dem ich gerade schwebe. alles ist aus licht. alles ist hell. alles leuchtet. immer ueberschattet von der tatsache das es morgen schon wieder ganz anders sein kann.
ich kaufe einen kasten bier weil ich der meinung bin ich brauche das um ein drehbuch zu schreiben. neuerdings erscheint es mir unglaublich wichtig sagen zu koennen ich wuerde ein drehbuch schreiben. was die sache ist vor der ich damit fluechte weiss ich noch nicht genau. das es etwas geben muss vor dem ich weglaufe muss so sein, weil alles was ich tue eine flucht ist. ich ueberlege mir warum mich die menschen in meiner umgebung immer mehr missverstehen, wenn sie mich und mein handeln mein denken ueberhaupt noch wahrnehmen. sie sehen mich an als wuerde ich von einer anderen welt kommen als waere ich von einer seltenen krankheit befallen oder als haette ich zwei koepfe. ich scheine zu verschwinden. ganz langsam aber sicher wird aus der festen substanz aus der ich bis vor kurzem noch glaubte zu bestehen, etwas zerbrechliches. ich schwinde. langsam, ganz langsam werde ich kleiner und kleiner. ich zerkruemele, loese mich auf, verdampfe. was auch imer die tatigkeit ist die die substanz ausfuehrt ich weiss es nicht. es tut nicht weh nicht physisch zumindest. ich sehe in den spiegel und sehe meine eingefallense gesicht. es sieht genauso aus wie gestern denke ich mir. und an dem tag davor sah es genauso aus. ich weiss das ich mir selbvst nicht ansehen kann wie ich verfalle aber ich kann es spuereren. ganz tief in mir ist etwas das genau weiss das es dem ende entgegen geht etwas das sich in einem anfall einer mischung aus letztem willen und purem ueberlebensdrang straeubt zu verschwinden. das innere grundegeruest das alles zusammenhaelt aber gleichzeitig dafuer sorgt das alles auseinandergedrueckt wird das zusammengehoert.
ich sitze in der strassenbahn und jedes mal wenn ich die blicke eines anderen ,menschen kreuze zerfaellt ein stueck von mir. das rattern der raeder waechst in meinem kopf an zu einer sinfanie. ein schriller chor von beweisen dafuer, dass sich die menscheit viel zu schnell bewegt und wenn ich an den elektrischen strom denke der die bahn am fahren haelt dann tut mir alles weh mein ganzer koerper erzittert und ich schuettele mich und wuensche mir nur noch das alles vorbei ist das alles ruhig ist das endlich stille herscht.
ich habe schon seit monaten nicht mehr mit menschen geredet. ich kann mich garnicht mehr daran erinnern wann ich das letzte mal jemandem einen guten morgen gewuenscht habe. es ist mir aber auch egal weil damit beschaeftigt bin mein verschwinden zu analysieren. draussen fahert ein auto vorbei. es ist drei uhr.
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(music: tilly and the wall)
aus dem eben noch vorhandenem zustand der verzweifelten leere den man auf wochen monate und jahre ausstrecken koennte manifestiert sich der, der verleugnung und des abstreitens. es hatte ja so kommen muessen. war von vornherein unsinnig ueberhaupt den ansatz eines versuches zu wagen, weil schon feststand das wir zum scheitern verurteilt waren. waren wir aber nicht. ich war und bin einfach nur unfaehig. also gibt es wieder bier wie jeden abend in den vergangenen wochen. damit wir immer in der mitte des sees treiben und dem ufer nie zu nahe kommen. carlsberg kaufen bei rewe. und dann in die einzige indiedisko dieses ortes die aufgrund des mangels an alternativen sogut wie jedes wochenende aufgesucht wird und eigentlich, redet man sich ein, gar nicht so schlimm sei. ist sie auch nicht. wir sind jedes mal ziemlich betrunken schon wenn wir ankommen, was das ganze nochmal ertraeglicher macht. heute gibt es neben 6-7 weiteren becks auch noch whiskey. ich steh immer wenn ich nicht tanze am rand und halte nach dem tuerkisen maedchen ausschau, das einen freund, der meine ex freundin mal hat telefonieren lassen, hat, aber trotzdem jeden abend aufs neue das tollste maedchen im gesammten lokal ist. neuerdings jedenfalls. dann gibt es irgendwann nur noch wasser. wegen dem schon bedrohlich angestiegenem alkoholspiegel. dann folgen diskusionen ob das neue kasabian album nun toll ist oder nicht. ich bin letzterer meinung. ich erklaere dem barpersonal drei bis viermal das sie die tollsten menschen der welt waeren da sie mich immer wieder vor dem dehydrieren aufgrund von zuviel alkohol bewaren. sie freuen sich und denken sich ihren teil. es sind nur noch fuenf oder sechs tanzende menschen auf der tanzflaeche. dann kommt „where is my mind“ und ich bin wieder gluecklich. es folgen noch drei oder vier lieder an die ich mich nicht mehr erinnere. dann kommt „where bluebirds fly“ und der ganze spuk ist vorbei. draussen falle ich noch von einer mauer und muss mir helfen lassen weil ich alleine nicht mehr aufstehen kann. ich uriniere in die elbe wie jedesmal wenn ich nach hause gehe. als ich an der schwalbe in der dessauer strasse vorbeikomme ueberlege ich mir das man nur einen bus braeuchte um sie zu klauen. zuhause falle ich ins bett. fuck it. it´s over once more.
ich denke nochmal kurz an das tuerkise maedchen, komme zu dem entschluss das ich schon genug schaden angerichtet habe und schlafe ein.
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look at the stars they all shine for us.
ueberhaupt haben fuer uns die sterne noch nie geschienen. jedenfalls nicht so das wir es mitbekommen haetten. wir waren damit beschaeftigt gut auszusehen und wichtige dinge zu tun. sehr wichtige dinge sogar. wir mussten im internet unterwegs sein und maedchen anmachen. wir mussten fernsehen und mit hilfen von gras und anderen drogen unseren horizont erweitern. wir mussten jeden samstag tanzen gehem. wir mussten stillsitzen und aus buechern lernen wie die welt funktioniert anstatt einfach aufzustehen und sie selbst zu erfahren. die sterne interessierten uns herzlich wenig. es waren halt einfach nur helle punkte am firnament die man nur dann sah, wenn man nachts bei wolkenfreiem himmel durch zufall mal nach oben blickte. aber meistens gab es selbst nachts bei klarem himmel besseres zu tun als zu den sternen aufzublicken.
ab und zu verliebte man sich. dann sah man auf einmal die sterne. man verbrachte seine zeit damit abends auf wiesen zu liegen und den himmel anzustarren ganz so als waere man der meinung man koennte daraus etwas erfahren, etwas lernen. man erfand einfach neue sternbilder. solange bis man den grossen wagen unter all den eigenen sternbiuldern gar nicht mehr erkenne konnte. die sterne waren lebenszweck und lebens inhalt in diesem abschnitt. die sterne waren das wichtigste, zerbrechlichste gut das wir nichteinmal besitzen konnten. sie waren aber gleichzeitig die einzige konatante. das mussten wir feststellen als wir nichzt mehr verliebt waren und die sterne wieder verschwanden ganz so schnell wie sie gekommen waren.
look at the stars they all shine for us.
ueberhaupt haben fuer uns die sterne noch nie geschienen. jedenfalls nicht in einer form die es uns moeglich gemacht haette sie wahrzunehmen, ihnen eine bedeutung zuzumessen. wir nahmen ihre existenz nur als den beweis dafuer das es sie gab an. wir konnten auch eine frischgemaehte wiese oder den geruch den ein sonnen aufgang verbreitet nicht schaetzen. wir hatte vergessen wie schoen morgentau aussihet wenn die sonne durch ihn scheint. wir wussten nicht mehr was einst ein bellender hunbd fuer eine unertraeglich angst uns hatte empfinden lassen, welch schreckliche erkenntniss das nicht alles gut war wir empfanden als und das erste mal eine wespe stach. wir hatten vergessen wie es war einfach nur zu sein, auf der erde zu liegen und die zeit zu verschwenden. wir hoeren so viel musik das wir ueberhaupt nicht mehr wissen was stille eigentlich ist. wir sehen jeden morgen in den spiegel sehn alle makel und sind fest davon ueberzeugt das wir, der spiegel und der rest der welt gestern genauso aussahen wir wir heute aussehen und auch morgen wieder ausehen werden.
warum sind wir keine helden?